Die Hüftgelenk-Arthrose (Coxarthrose)

Die häufigste Ursache für eine Hüftgelenkerkrankung ist der Verschleiß des Gelenkknorpels: die Arthrose.

Die Arthrose im Hüftbereich wird im medizinischen auch als Coxarthrose bezeichnet. Dabei wird zwischen einer primären und einer sekundären Arthrose unterschieden. Während die primäre Arthrose nicht klar hergeleitet werden kann, tritt die sekundäre Arthrose beispielsweise nach rheumatischen Erkrankungen, stoffwechselbedingten Durchblutungsstörungen oder einer Gelenkentzündung (Arthritis) auf.

Weitere Ursachen für einen frühzeitigen Verschleiß sind angeborene oder anlagebedingte Formfehlbildungen des Hüftgelenks, Beinlängendifferenzen oder auch dauernde Überlastungen (u. a. durch Übergewicht) sowie Fehlbelastungen und Unfälle. Wenn die Funktionen des Knorpels nicht mehr erfüllt werden, vielleicht sogar die Knochen direkt aufeinander zu reiben beginnen, kommt es zu Formveränderungen an Kopf und Pfanne. Die bekannten Folgen sind Schmerzen. Sie treten zunächst bei oder nach Belastungen auf, schmerzfreie Gehstrecken werden immer kürzer, Bewegungen werden automatisch eingeschränkt, bis schließlich auch im Ruhezustand die Schmerzen kaum nachlassen.


Auf der Röntgenaufnahme ist dann der schmale oder gar fehlende Gelenkspalt zwischen Hüftpfanne und Oberschenkelkopf ein Indiz für den Knorpelverbrauch. Beim gesunden Gelenk würde sich der Knorpel zwar unsichtbar, aber als gleichmäßig ausgeformter Gelenkspalt darstellen. Der Arzt kann aber auch bei noch bestehenden Knorpelschichten anhand der umgebenden Knochenstrukturen auf die Qualität des Knorpels schließen.