Wie eine Hüft-Endoprothese aufgebaut ist

Eine Hüft-Endoprothese, oder auch HTEP (Hüft-Totalendoprothese) genannt, besteht in der Regel aus im Knochen verankerbaren funktionellen Nachbildungen der zu ersetzenden Knochen- und Knorpelanteile. Entsprechend des gemeinsamen Grundkonzepts aller dieser Implantate, kann man das künstliche Hüftgelenk in die Grundkomponenten Schaft, Kopf, Pfanneneinsatz (nur bei zementfreier Pfanne) und Pfannenschale gliedern. Diese Komponenten bilden dann die so genannte Totalendoprothese (TEP).

Bei einigen Indikationen, gerade bei Schenkelhalsfrakturen kann ggf. auch auf die Pfannenkomponente verzichtet werden - hier wird ein sogenannter Großkopf verwendet (dann spricht man von einer Hemiprothese).

Hinsichtlich der Verankerung unterscheidet man generell zwischen 3 Prothesentypen: zementierte Prothese, hybride Prothese und zementfreie Prothese.

Bei der zementfreien Prothese wird die Pfannenkomponente entweder in die Hüftpfanne geschraubt (Schraubpfanne) oder in ihr verklemmt (Press-fit-Pfanne). Die Schaftkomponente wird generell verklemmt. Beide Komponenten sind damit sofort stabil verankert. Die langfristige Fixierung wird durch das An- und Einwachsen von Knochen auf den Implantatoberflächen erreicht. Damit es der Knochen leichter hat an- oder einzuwachsen, sind die zementfreien Komponenten entweder mit einer aufgerauten, beschichteten oder offenporigen Struktur versehen.

Ist die Pfannenkomponente zementfrei eingebracht, der Endoprothesenschaft aber zementiert, so spricht man von einer Hybridhüfte.

Bei der zementierten Endoprothese wird sowohl die Pfannen- als auch die Schaftkomponente mit einem speziellen, schnellhärtenden Knochenzement befestigt.