Dem Verschleiß vorbeugen: Baumeln lassen

Knochen und Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder bilden den sogenannten "Bewegungsapparat" des Menschen. Wie der Name sagt: er will bewegt und auch belastet werden.

Ohne Bewegung werden wir buchstäblich "steif" und verlieren unsere Beweglichkeit. Auch Belastung ist wichtig und grundsätzlich gut. Sie sollte allerdings nicht einseitig oder übermäßig sein, denn dann wirkt sie ungünstig auf die Gelenke. Wenn sich einseitige Belastung nicht verhindern lässt, sollte sie durch Entlastungsübungen ausgeglichen werden.


Knie

Wandern ist eine ausgesprochen gesunde Art der Bewegung und Belastung. Wenn man allerdings bergab geht, werden die Kniegelenke überdurchschnittlich beansprucht. Grundsätzlich sollte man beim Bergabgehen einen Stock benutzen.

Und lassen Sie in den - möglichst häufigen - Pausen die Beine baumeln:
Das Gewicht der hängenden Unterschenkel und der Wanderschuhe zieht das Kniegelenk ein wenig auseinander. Die leichte Bewegung sorgt für Schmierung mit Gelenkflüssigkeit: Der Knorpel im Kniegelenk kann "aufatmen".


Hüfte

Die Hüfte baumeln zu lassen, ist schwieriger: Wir brauchen den Hüftknochen zum Sitzen. Schwimmen und Radfahren sind für das Hüftgelenk besonders entlastende Sportarten, denn dabei wird es bewegt, ohne Gewicht tragen zu müssen. Richtig baumeln lassen kann man die Beine vom Hüftgelenk aus am besten im Wasser. Halten Sie sich am Beckenrand fest und machen Sie radfahrende oder baumelnde Bewegungen. Wenig Kraft aufwenden! Aber auch zu Hause kann man Übungen machen, die das Hüftgelenk entlasten. Legen Sie sich bäuchlings auf einen stabilen Tisch und lassen Sie - wenn Sie eine Hüftprothese haben - auf der operierten Seite das Bein herunterhängen. Bewegen Sie es abwechselnd nach vorne und nach hinten. Der Fuß hat dabei ständig Bodenkontakt. (Bei glattem Fußboden rutscht er leicht auf einer Socke; bei Teppichboden legen Sie ein Stück Linoleum unter den Fuß.)