Range of Motion
Verbesserung der Beweglichkeit, seltenere Dislokation - grosse Femurköpfe, optimierte Halsgeometrie undadäquater Offset am Femurschaftsowie Modifikationen am Profil derHüftpfanne bieten zahlreiche Vorteilebei modularen Hüftprothesen. Zusammen mit abriebarmen Gleitpaarungen führt der grosse Femurkopfzu grösserem Bewegungsumfang, mehr Stabilität und verbesserterLebensdauer von künstlichen Hüften.
Der erreichbare Bewegungsumfang(ROM) der Prothese ist eine Funktion
- der effektiven Position der implantierten Komponenten (beeinflusst durch prä- und intraoperative Umstände)
- sowie des technischen ROM (beeinflusst durch das Implantatdesigndes Herstellers)
Bedeutung des Implantatdesigns des Herstellers
für den technischen
Bewegungsumfang (T-ROM)
- Folgende Designelemente verbessernden T-ROM bei der THA
- Femurkopfdurchmesser und -design
- Femurschaftgeometrie und Konusdesign
- Femurschaft-Offset
-
Design der Eingangsebene vonHüftpfanne und Pfannenprofil
Impingement zwischen den Komponenten:
Veränderung der Kontaktstelle
durch Femurkopfdesign
(mit/ohne Kragen) vergrössern den ROM.
Grössere Femurköpfe als direktester Weg zur Verbesserung von ROM und
Stabilität
ROM ist eine Funktion der Femurkopfgrösse:
Ein vergrösserter
Artikulationsdurchmesser erweitert den T-ROM erheblich.
Ausserdem wird
der T-ROM auch durch ein grösseres Verhältnis von Femurkopf-
und Halsdurchmesser erweitert.
Ein grosser Durchmesser verlängert die Distanz (X >Y),
bei
welchereine Dislokation eintritt.
ROM ist eine Funktion von Halsdurchmesser und Konusdesign:
T-ROM nimmt
mit abnehmendem Halsdurchmesser ab.
ROM ist eine Funktion des Hüftpfannenprofils:
T-ROM nimmt durch
eine Reduktion der Eingangsebene
des Implantatsbzw. des
Hüftpfannenprofils zu. T-ROM wird,
zumindest teilweise,durch die
Verwendung von überhöhten
Implantaten beeinträchtigt.
Deshalb sollte eine Empfehlung für eine moderne, modulare
Totalhüftarthroplastik künftig folgende wünschenswerte Merkmale der
Komponenten berücksichtigen:
- nur Komponenten mit einem Kopf-/Halsdurchmesser-Verhältnis von mindestens 2:1 verwenden
- für die jeweilige Pfannengrösse den grösstmöglichen Femurkopf wählen
- mit Kragen versehene Köpfe möglichst vermeiden
- Femurschäfte mit günstiger Halsgeometrie verwenden
- Femurschäfte mit passendem Offset einsetzen
- so oft wie möglich neutrale Pfanneneinsätze wählen
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